Mit Gräsern gestalten

Gräser bringen natürlichen Charme und einen Hauch von Wildnis in den Garten. Dank einer guten Standfestigkeit dienen viele Gräser im Winter als Gerüstbildner und sind mit ihrer attraktiven Herbstfärbung oft auch in der grauen Jahreszeit ein Blickfang.
Als hübsche Begleiter von Stauden brauchen sie meist nur wenig Pflege. Gräser können an verschiedensten Standorten gedeihen: von ganz schattig bis voll sonnig. Im Trend liegen Staudenhecken als Abgrenzung und Sichtschutz mit hochstehenden und standfesten Gräsern und Stauden. Besonders gut zur Geltung kommen Gräser im naturalistischen Kies- und Präriegarten.

Gras-Staudenhecken vereinen unterschiedliche Vorteile. Ihre Gestalt und Farbe variiert durch die Gartensaison und sie bieten eine elegante und dynamische Alternative zu herkömmlichen Sichtschutzwänden und Gehölzhecken.

Das einzigartige japanische Blutgras (Imperata cylindrica `Red Baron`) verfärbt sich gegen Herbst blutrot. Dadurch ergeben sich sehr schöne Farbspiele mit gelben Gräsern und blauen und violetten Astern.

Das Garten-Reitgras (Calamagrostis acutiflora `Karl Foerster`) links im Bild ist dank seiner Standfestigkeit und Kompaktheit ein populäres Ziergras. Die Rutenhirse (Panicum virgatum `Rotstrahlbusch`) verfärbt sich ab Sommer von gelb, über orange bis rot.

Chinaschilf (Miscanthus sinensis), Reitgras und Rutenhirse bieten leichten, temporären Sichtschutz. Sie wirken nicht so wuchtig und hart wie Schnitthecken oder gar Wände.

Als Vorbild von naturalistischen Gräser Gestaltungen dienen Steppen und Prärien. Im Bild eine trockene Felsensteppe im Wallis.